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Bei der Entwicklung eines Verbindungskabels durch Furutech stehen Ziele im Vordergrund, die ganz einfach zu beschreiben sind:
FURUTECH-Kabel sollen alle Informationen und Signale von einer Komponente zur anderen leiten, ohne dabei etwas zu „verlieren“, zu „verändern“ oder „hinzuzufügen“.
Furutech verlässt sich nicht auf reine Hörtests, sondern setzt auf raffinierteste Techniken und fundamentale Erkenntnisse, widmet sich zudem der Beachtung scheinbar unbedeutender Details mit großer Hingabe.
Neben den beiden wichtigsten Furutech-Prozessen, der Kältebehandlung (Alpha-Prozess) und der Entmagnetisierung, schenkt Furutech vor allem dem Aufbau und den verwendeten Materialien des Kabels allerhöchste Beachtung.
Das Material Die nachfolgende Grafik zeigt im Vergleich die Struktur von Kupfer mit der Bezeichnung TPC, wie es gewöhnlich verwendet wird und die von Alpha-OCC, wie Furutech es verwendet.

TPC Alpha-OCC
Leicht sind die Unterschiede zu erkennen. Die Auswirkungen, die unterschiedliche Kupferstrukturen auf den Stromfluss haben können, möchten wir anhand einer kleinen Illustration veranschaulichen:

TPC
OFC
μ-OFC
Alpha-OCC
TPC findet üblicherweise bei der Herstellung von einfachen Stromkabeln Verwendung, hier und da aber leider auch noch von billigen Audiokabeln. Der große Nachteil dieser Kupfersorte ist die Tatsache, dass es durch die einfache Herstellungsart einen hohen Sauerstoffanteil besitzt, was schnell zur Oxydation innerhalb des Materials führt und die Fließ- und damit die Klangeigenschaften dieser Kabel schon nach kurzer Zeit extrem verschlechtert.
OFC (Sauerstofffreies Kupfer) wird in einem sauerstofffreien Gasklima hergestellt. Seine Leitfähigkeit verbessert sich gegenüber TPC um etwa 0,5% bis 2%. Die Beständigkeit seiner Werte ist um ein Vielfaches höher als bei TPC.
μ-OFC (temperiertes, mikro-sauerstofffreies Kupfer) entsteht durch die Einhaltung exakt definierter Zeit- und Temperaturkonstanten, wodurch die Entstehung von Kristallstrukturen weitestgehend unterdrückt werden kann.
Alpha-OCC Mit einer speziell entwickelten Stranggusstechnik von Professor Ohno von der Chiba Fachhochschule in Japan wird dieses Material von der Firma Furukawa hergestellt und seit 1988 von Furutech zur Produktion aller seiner Kabel verwendet. Es zeichnet sich durch eine monokristalline Struktur mit extrem hohem Reinheitsgrad aus. Seit 1988 haben die Ingenieure Furutechs an der Vervollkommnung jedes einzelnen Aspekts der Signal- und Energienübertragung gearbeitet. Das Resultat bildet heute einen Standard, der mit State-of-the-art zutreffend bezeichnet ist. Der furutecheigene, 2-stufige Behandlungsprozess, die Kältebehandlung und das Entmagnetisierungsverfahren, sorgen zusammen mit diesem praktisch nicht nur sauerstoff- sondern auch wasserstofffreiem Material, für herausragende Fließeigenschaften und dem wohl besten gemessenen Klirrfaktor-Wert des Marktes.
Nach der Behandlung unserer Kabel mit dem Alpha-Prozess, wobei das Material für eine definierte Zeitspanne Temperaturen von minus 196°C bis minus 250°C ausgesetzt werden, findet grundsätzlich immer auch eine Entmagnetisierung aller Metallteile statt.
Wir empfehlen Ihnen unbedingt die Behandlung auch der metallenen Bauteile (Stecker, Kabelschuhe …) Ihrer eigenen Anlage mit dem als Zubehör lieferbaren Entmagnetisierer, dem RD-2.
Der Kabelaufbau Man muss es wohl „Gedankenlosigkeit“ nennen, dass die meisten Kabel aus einzelnen Leitern bestehen, die in einer völlig unstrukturierten Art und Weise zu einem „Kabelstrang“ zusammengefügt werden.
Eine wichtige Erkenntnis zeigt aber, dass sich die Fließeigenschaften, allen voran der bekannte Skin-Effekt (tiefe Frequenzen fließen durch die Mitte des Leiters, hohe Frequenzen am Rand des Leiters), ändern, sobald zwei Leiter parallel zueinander verlaufen. Wird nun eine nicht strukturierte Anordnung gewählt, führt dieser Aufbau zu unkontrollierbaren und unerwünschten Reflektionen, die durch einen schwankenden Widerstand verursacht werden. Bei Furutech wird daher sehr viel Wert auf eine absolut konzentrische, ringförmige Anordnung aller Leiter gelegt, die einen konstanten Widerstandswert über die gesamte Strecke sicherstellt. Die Leiter in einem Furutechkabel verlaufen immer in einer vollkommenen Kreisanordnung.
Dort, wo eine solche Anordnung auf Grund zu geringer Flexibilität zu praktischen Problemen führen könnte (Lautsprecherkabel mit größeren Durchmessern), greift Furutech auf eine Technik zurück, die man schon von der Seilherstellung kennt. Einzelne, ringförmige Stränge werden zu einem gemeinsamen größeren Strang zusammengefügt. Hierbei ergänzen sich die gewünschten elektrischen Eigenschaften und die praktische Handhabung des Kabels.
Wieder entstehen im Querschnitt perfekte Kreisanordnungen. Kleine Kunstwerke, die der menschlichen Vorliebe nach Geometrie und vollkommener Harmonie entspringen und sich in einem Klangbild auswirken, das uns jedem gehörten Ton ein entscheidendes Stück näher bringt.
Dynamiksprünge, ob in feinsten Nuancen oder erschreckender Gewaltigkeit, scheinen uns vom Künstler endlich auch dann richtig dargestellt werden zu können, wenn wir seine Musik von einem Medium lesen.
Oft genug heißt das Ziel doch gar nicht, den Klang eines Instrumentes verbessern zu wollen, sondern einfach nur, die sich auf Grund elektronischer Unzulänglichkeiten einschleichenden „Störungen“ gar nicht erst zuzulassen.
Diese Aufgabe kann man aber nur erfüllen, wenn man bereit ist, in wirklich jedem Herstellungsschritt, an den man sich längst gewöhnt hatte, eine mögliche Ursache für “Klangfehler” zu suchen, sie zu erkennen und zu beseitigen. Auch wenn eine Idee am Anfang noch so grotesk erscheinen mag.
Sachlich nachvollziehbare und wissenschaftlich erklärbare Vorgänge und Zustände verschwinden nicht, nur weil wir sie nicht entdecken wollen.
Es obliegt dem Menschen, nach ihnen zu suchen und die erlangten Einsichten umzusetzen.
Dies ist das ganze „Geheimnis“ der Furutech-Ingenieure. Für sie zählt nur ein einziges Ziel, die getreue Wiederherstellung eines Klang-Originals.
Doch von welchen elektrischen Vorgängen und Eigenschaften sprechen wir überhaupt, wenn wir an die Konstruktion eines Kabels gehen?
Der Widerstand Der Widerstand eines Kabels lässt sich einfach messen. Er stellt die Menge an Energie dar, die durch das Kabel „verbraucht“ wird, wenn ein Signal das Kabel durchfließt. Jeder Widerstand führt unweigerlich zu Signalverlusten. Die Signalverluste steigen proportional mit dem Widerstand. Von besonderer Bedeutung ist der Widerstandswert bei Lautsprecherkabeln. Sie verbinden den Verstärker mit den Spulen der Lautsprecher und werden damit zu einem Teil eines Kreislaufes, in dem nicht nur eine Spannung vom Verstärker zum Lautsprecher fließt, sondern auch die durch die Bewegung erzeugte „elektromotorische Kraft“ der Spule zurück zum Verstärker geleitet werden muss.
Da der Widerstand abhängig ist von der Reinheit des Materials, aber auch vom Querschnitt des Kabels, führt uns die Beachtung dieser Erkenntnis zur Verwendung größtmöglicher Kabeldurchmesser.
Die Kapazität Jeder elektrische Leiter hat nicht nur die Eigenschaft, Energie zu leiten, sondern leider auch, sie zu speichern. Was an sehr vielen Stellen innerhalb elektronischer Schaltungen eine gewünschte, geradezu benötigte Eigenschaft ist, führt bei Kabelverbindungen unweigerlich zu Signalveränderungen.
Da der Kapazitätswert mit der Menge des benutzten Materials und damit bei einem Kabel eben mit dem Durchmesser ansteigt, lautet hier die Empfehlung, das verwendete Kabel so „dünn“ wie nötig zu halten.
Die Induktivität Wird der Abstand zweier elektrischer Leiter zueinander verringert, stellt sich Induktivität ein. Da in einem Verbindungskabel Leiter an Leiter liegen, ist dieser Faktor unbedingt bei der Entwicklung eines Kabels zu berücksichtigen. Eine ebenfalls kaum beachtete Tatsache ist die Abhängigkeit des Widerstandswertes der Leiter von der Flussrichtung der Signale. Liegen z.B. zwei Leiter dicht aneinander, deren Signale in die gleiche Richtung fließen, dann ist die gegenseitige Beeinflussung und damit die Auswirkung auf ihren elektrischen Widerstand deutlich geringer, als wenn ihre Signale gegenläufig fließen. Obwohl die Leiter natürlich keinen Kontakt zueinander haben, bremsen sie ihren Energiefluss gegenseitig.
Das Dielektrikum Gute Hersteller berücksichtigen bereits seit langem die Tatsache, dass sich Signale mit unterschiedlichen Frequenzen unterschiedliche „Wege“ durch einen Leiter suchen (Skin-Effekt) und dass die Signale, die außen in der Nähe des Isoliermaterials fließen, stärker von den Eigenschaften dieser Isolierung beeinflusst werden, als die Signale, die sich ihren Weg durch die Mitte des Leiters bahnen.
Furutech berücksichtigt aber bei der Wahl des Dielektrikums (Isoliermaterials) ebenfalls die Erkenntnis, dass es eine größtmögliche Isolation zu gegenläufig fließenden Signalen erwirkt.
Die populärsten Isolierungsmaterialen stellen PVC (Polyvinylchlorverbindung) und LDPE (Polyäthylen von geringer Dichte) dar.
Sie finden PVC in den kommerziellen Schwachstromleitungen von 600 Volt oder kleiner. LDPE, mit verbesserten Isoliereigenschaften, wird für Hochspannungsleitungen, sowie Video- und Digitalkabel bevorzugt.
FEP (Teflon, ein eingetragenes Warenzeichen von Du Pont) und PP (Polypropylen) werden heute ebenfalls als Isoliermaterial benutzt. Teflon hat ausgezeichnete dielektrische Eigenschaften, kombiniert mit einer überlegenen Hitzebeständigkeit. Eine unverzichtbare Forderung, wenn Herstellungsprozesse bei hohen Temperaturen (bis zu 500°C) Anwendung finden.
PP (Polypropylen) ist ein sehr reines und extrem beständiges Material mit ausgezeichneten Isolierungseigenschaften. Seine Dielektrizitätskonstante ist außergewöhnlich.
Es ist daher Furutechs bevorzugte Isolierung für Lautsprecherkabel und einige Top-Serien.
Weitere Hinweise über gewählte Kabelarten und Aufbauten (symmetrisch, koaxial, Abschirmung, …) wie auch diverse Diagramme und Tabellen finden technisch versierte und interessierte Leser in unserem Downloadbereich (in englisch).
Abschließen möchte ich diesen Bericht mit einigen Gebrauchshinweisen, bei deren Beachtung Sie lange und viel Freude an Ihren Furutech-Kabeln haben werden:
Wickeln Sie Kabel niemals zu Rollen zusammen!
Dehnen oder strecken Sie Kabel nicht!
Achten Sie darauf, dass signalführende Kabel niemals mit stromführenden Kabeln parallel verlaufen!
Lassen Sie signalführende Kabel niemals parallel zu Eisenteilen (Rack-Konstruktionen) verlaufen!
Entfernen Sie unbedingt alle Kabel, die nicht an beiden Enden mit Geräten verbunden sind!
Verhindern Sie unbedingt den Kontakt zwischen den Polen (Kurzschluss)!
Versuchen Sie nicht, einen Kabelbruch durch Löten zu „reparieren“!
Säubern Sie regelmäßig die Kontaktstellen.
Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Furutech-Händler auf und lassen Sie sich die hohe Klangqualität dieser Produkte am besten durch den Händler in der eigenen Wohnung demonstrieren.
Bauen Sie ein Vertrauensverhältnis auf, das auf fundamentierten Aussagen ruht und durch eigene Erfahrungen gestützt wird.
Verlassen Sie sich niemals auf noch so „süße Werbeverlockungen“, sondern ausschließlich auf Ihr eigenes Gehör!
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